… und tappe nicht in die Selbständigenfalle
Kennst du das Gefühl, wenn du eine große Vision hast und sie voller Energie umsetzen willst – und plötzlich merkst, dass du dich selbst dabei verlierst? Genau darüber möchte ich heute sprechen. Denn eine der größten Herausforderungen in der Selbstständigkeit ist es, nicht zu viel zu wollen und dabei aus der Balance zu geraten.
Ich kenne das nur zu gut: Eigentlich will ich morgens meine Yogamatte ausrollen, in Ruhe atmen, mir Zeit für mich nehmen. Und was passiert? Ich sitze nach dem Frühstück schon am Schreibtisch, voller Ideen, und bin mittags überrascht, dass ich noch nicht mal geduscht habe. Kommt dir das bekannt vor?
Vision vs. Überforderung: Wenn dein Antrieb kippt
Eine starke Vision ist wichtig – sie ist dein Motor, dein Warum. Ohne sie würdest du beim ersten Stolperstein alles hinschmeißen. Aber was passiert, wenn dein Antrieb kippt?
Du verschiebst deine Werte. Dinge, die dir eigentlich wichtig sind, fallen hinten runter.
Du verlierst Energie. Plötzlich bist du müde, überfordert, vielleicht sogar frustriert.
Deine Arbeit trägt Mangel statt Leichtigkeit in sich – und das spüren auch deine Kundinnen.
Das ist gefährlich, weil es genau das Gegenteil von dem bewirkt, was du eigentlich willst.
Selbstfürsorge ist Business-Pflicht, kein Luxus
Gerade als selbstständige Frau hast du viele Rollen: Unternehmerin, Mutter, Partnerin, Freundin, Haushalt. Und wenn du dich selbst dabei vergisst, bricht früher oder später alles zusammen.
Selbstfürsorge ist kein „Nice-to-have“, sondern die Grundlage, damit du überhaupt in deiner Kraft bleibst. Ob Yoga, Spaziergänge, Tanzen oder einfach mal Musik aufdrehen – es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, dir Räume für Energie und Freude zu schaffen.
Warum Aktionismus deine Energie raubt
Vielleicht kennst du auch diese Momente, in denen du „ziehst“ wie an einem Grashalm, damit er schneller wächst. So hat es mir mal ein Coach beschrieben. Und es stimmt: Egal wie sehr du zerrst, das Gras wächst nicht schneller.
Dieses Zuviel-Wollen macht dich nicht erfolgreicher – es laugt dich aus. Du schreibst Newsletter ohne Freude, baust Landingpages ohne echten Fokus, investierst Energie in Perfektionismus statt in das, was wirklich zählt.
Loslassen lernen: Abhyasa & Vairagyam im Business
Eine große Erkenntnis hatte ich in meiner Yoga-Lehrerausbildung. Im Yoga Sutra heißt es:
Abhyasa (beständiges Üben) und Vairagyam (Loslassen, Entsagung) bringen den Geist zur Ruhe.
Genau diese Balance brauchen wir auch im Business:
Üben, Dranbleiben, Tun.
Gleichzeitig loslassen, vertrauen, Erwartungen abgeben.
Mein Beispiel aus dem Urlaub in Schottland zeigt das wunderbar: Wir haben die Reise geplant, die Campingplätze gebucht – und dann losgelassen. Am Ende hatten wir viel Sonne, kaum Regen und null Mücken. Alles, was kam, war genau richtig.
Stell dir vor, du gehst genauso in dein Business: Du planst, setzt um – und lässt dann los.
Fokus halten: Was bringt dich und deine Kundinnen wirklich weiter?
Wenn du in deinem Business ständig das Gefühl hast, noch mehr machen zu müssen, frage dich:
Bringt das meinen Kundinnen wirklich etwas?
Bringt es mir Umsatz oder neue Kunden?
Die 100. Version deines Logos tut das nicht. Aber ein klarer Kurs, eine authentische Website oder ein Newsletter, den du mit Freude schreibst, schon.
Mut zur Lücke ist hier dein größter Hebel. Perfektionismus hält dich zurück – während kleine Schritte dich voranbringen.
Michael Gerber und die „Selbständigenfalle“
Vielleicht hast du schon von Michael Gerbers Buch The E-Myth Revisited gehört. Er beschreibt darin die Selbständigenfalle: Viele Gründerinnen sind so sehr in ihrem Business gefangen, dass sie nur noch arbeiten, aber nicht mehr am Unternehmen.
Genau hier schließt sich der Kreis: Wenn du ständig im Aktionismus bist, verlierst du nicht nur deine Balance, sondern auch die strategische Sicht auf dein Business. Statt dich zu verzetteln, halte inne, plane bewusst – und lass dann wieder los.
In kleinen Schritten wachsen statt im Perfektionismus stecken bleiben
Mein wichtigster Tipp: Frag dich jeden Tag zwei Dinge:
Was bringt mich wirklich weiter?
Was darf ich heute loslassen?
So bleibst du handlungsfähig, ohne dich zu überfordern. Schritt für Schritt, in deinem Tempo, mit Fokus auf das Wesentliche.
✨ Zum Schluss: Dein Business darf leicht sein. Es darf wachsen – ohne, dass du am Gras ziehst.
Wenn du diesen Gedanken für dich mitnimmst, hast du schon den größten Schritt gemacht.
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Alles Liebe
Deine Marianne 💛
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